07. September 2017 - Ortsgeschehen

Quelle: OZ Alsfeld 07.09.2017

Land Cruiser aus aller Welt

BUSCHTAXI-TREFFEN Vom 7. bis 10. September wird Storndorf zum Mekka der Globetrotter

Seit vielen Jahren trifft sich die Szene aus aller Welt in Storndorf. Archivfoto: Richter

STORNDORF - (red). Zugegeben, Metropolregion geht anders. Wer nach Action, Remmidemmi und Party-Clubs sucht, ist im beschaulichen, mitten in Deutschland und Europa gelegenen Storndorf eher maximal fehladressiert, heißt es in der Presseankündigung zum Land-Cruiser-Treffen. Statt findet das Event vom 7. bis 10. September rund um das Stehrodrom in Storndorf.

Kirche, Dorfladen, Feuerwehr, Kultur-, Landfrauen-, Sport- und Schützenverein, Kindergarten und das riesige Areal des Baumaschinenherstellers Stehr mit der angeschlossenen Eventgastronomie, der JS-Ideenschmiede sind die Merkmale des 800-Einwohner-Örtchens. „Und das ist gut so. Denn dieses so idyllische wie entspannte Umfeld passt perfekt für das alljährliche Buschtaxi-Treffen, welches die Storndorfer Bevölkerung für ein langes Wochenende mal eben vervielfacht“, schreiben die Veranstalter. Beim mittlerweile zum 16. Mal veranstalteten größten Toyota-Land-Cruiser-Treffen weltweit seien irgendwie alle ein bisschen Buschtaxi. Über tausend Teilnehmerfahrzeuge aus 20 Nationen sowie mehrere Tausend Besucher werden erwartet. Herzstück des Treffens seien die zahlreichen Vorträge und Workshops von Fernreisenden und Technik-Profis, bei denen sich auch ein gestandener „Buschtaxler“ noch etwas abschauen oder einfach nur von der großen Tour nach ganz weit weg träumen könne. „Das eigentliche Erlebnis ist jedoch einfach das Treffen selbst“, sind die Veranstalter überzeugt. Freunde, alte Weggefährten, aber auch einander zuvor wildfremde Menschen gesellen sich in kleineren und größeren Grüppchen zusammen, schlagen auf dem weitläufigen Areal das Dachzelt auf, postieren ihren umgebauten Offroader oder rangieren auch mal ganz profan einen Wohnwagen in Stellung.

Die übliche Enge ähnlicher Veranstaltungen mit aufgereihten Autos gebe es in Storndorf aufgrund der Größe des Areals nicht. Stattdessen verteilten sich die mehr als 1000 Teilnehmerautos in der sanften Hügellandschaft, abends brennen unzählige Feuerschalen, wird gemütlich über den Platz geschlendert. Wenn es alte VW-Bullis statt Geländewagen wären, würde man sich nach Woodstock zurückversetzt fühlen.

Die ersten Teilnehmer schlagen in der Regel schon mehrere Tage vor dem Treffen ihr Lager auf. Die friedliche, fröhliche Feieratmosphäre werde auch durch keinen Markendünkel gestört. Obwohl größtenteils Toyota Land Cruiser in allen erdenklichen Altersstufen und Aggregatszuständen alljährlich den Weg in den Vogelsberg suchten, sei die Buschtaxi-Gemeinde völlig entspannt, wenn sich ein Nissan, Land Rover oder Mercedes G dazugeselle – die Lebenseinstellung zähle. Weil auf dem Gelände selbst absichtlich keine Offroad-Fahrmöglichkeit eingerichtet werde, können die Teilnehmer an einer Roadbooktour abseits befestigter Straßen rund um Storndorf teilnehmen. Als Höhepunkt führe diese direkt über den Monte Stehr, einem Aussichthügel mit einer sehr schönen Fernsicht.


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