12. Mai 2018 - Ortsgeschehen

Himmelfahrtswanderung in Storndorf

Verlauf über Panoramaweg Storndorf - Vortrag am Judenfriedhof

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Ein Teil der Wandergruppe auf dem Panoramaweg beim Überqueren der Schwalm. - Foto: Kulturverein  >>> Fotogalerie

Der Wettergott belohnte - entgegen der Vorhersage - die Organisatoren des Storndorfer Wandervereins, die in Kooperation mit den Wanderfreunden Angenrod den schon traditionellen Himmelfahrtswandertag rund um Storndorf organisiert hatten, mit sehr gutem Wanderwetter. Und so machten sich nach der Begrüßung durch Abteilungsleiter Gerhard Krupa gegen 10 Uhr gut drei Dutzend gut gelaunte Wanderer unter Führung von Arnold Klein auf die etwa 7,5 km lange Strecke, die im Wesentlichen über den südlichen Teil des beliebten Storndorfer Panoramaweges führte.

Auf etwa halber Strecke hatte man den Storndorfer Judenfriedhof erreicht, wo erfrischende Getränke auf die Teilnehmer warteten und wo Lothar Dymianiw die Gruppe in Empfang nahm und in bewährt kompetenter Weise einen Vortrag über die Entstehung und die Geschichte des Friedhofes hielt.

Die Begräbnisstätte wurde Ende des 18. Jahrhunderts errichtet, 1800 wurde sie als „Judengarten“ erstmals erwähnt. Die Gräber des Friedhofs sind ziemlich genau nach Jerusalem ausgerichtet, denn nach jüdischem Glauben beginnt dort die Auferstehung der Toten.

In einem alten und einem neuen Friedhofsteil finden sich über 100 Grabstätten, die meisten Grabsteine sind erhalten. Das älteste Grab stammt aus dem Jahr 1784 , der jüngste lesbare Grabstein stammt aus dem Jahr 1934, es ist das von Mina Strauß. Am Eingang befindet sich eine Informationstafel, die u.a. darauf hinweist, dass der Friedhof am „Judenpfad“ liegt, einem Wanderweg mit „Schautafeln zur jüdischen Geschichte und zu Besonderheiten des Vogelsberges“, der sich als dezentrales Museum versteht.

Die Wandergruppe setzte ihren Weg auf dem Panoramaweg, der sich in diesem Bereich mit dem „Judenpfad“ deckt, fort, um am nördlichen Ende des Hopfengartens - den Tannen - eine längere Mittagspause einzulegen. Gerhard Krupa hatte mit zahlreichen Helferinnen und Helfern Bänke und Tische aufgestellt, auf denen die hungrigen Wanderer leckeren Krustenbraten verspeisten, zu dem als Beilage frisches Bauernbrot und diverse Salate gereicht wurden.

Nach weiteren drei Kilometern erreichte man den Ausgangspunkt an Wohnmobilstellplatz und Grillhütte. Dort genoss man die frisch zubereiteten Waffeln zusammen mit roter Grütze, Eis und Sahne und lies den Tag in gemütlicher Runde ausklingen.

Natürlich wurden auch schon Pläne für die Wanderung in 2018 geschmiedet. Man war sich einig, dass der malerische Magistersteg und die Reste der Waldschmiede im Bereich der Wüstung Hetzelshausen ein lohnendes Ziel wären.

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