4. Mai 2019 - Ortsgeschehen

Blasmusik und Hexentrunk

Maifeuer des Kulturvereins Storndorf

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Das Blasorchester der Storndorfer Schützen stimmte die Besucher auf den Abend ein. Foto: Decker

Die Aussicht auf einen stimmungsvollen Abend hatte viele Besucher auf das Gelände der Grillhütte Storndorf gelockt. Und die Gäste wurden nicht enttäuscht. Diesmal gab es keine Musik aus der Konserve, sondern die Blaskapelle der Storndorfer Schützen spielte auf und auch kulinarisch kam man voll auf seine Kosten. Die Liebhaber von Steaks und Bratwürstchen konnten sich bedienen und auch für Getränke war reichlich gesorgt.

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Zubereitung de Zaubertrankes. Foto: Decker

Spannend wurde es bei Einbruch der Dunkelheit. Die Landmädchen-Hexen traten auf den Plan. Unterstützt von einigen Hexen-Muttis kreierten sie einen Zaubertrank aus Johannesbeer- und Traubensaft, der mit Fruchtgummis in Drachenform angereichert wurde. Freilich kann ein solcher Hexentrunk nur dann wirken, wenn die Zubereitung von einem Zauberspruch begleitet wird: In den Kochtopf rühren sie Knochen, wollen sich Zaubersuppe kochen! ...  , ein leicht abgewandeltes Hexengedicht von Hedwig Distel war genau das Richtige. Es versteht sich von selbst, dass ein derart fachhexisch zubereiteter Trank reißenden Absatz fand.

Die Nacht vom 30. April auf den 1. Mai wird nach altem Brauch auch Walpurgisnacht genannt. Der Brauch geht auf heidnische Frühlingsfeste zurück, bei denen der Aberglaube eine nicht unwesentliche Rolle spielt. Am Abend des 30. Mai sollen die Hexen auf ihren Besen zum Brocken im Haz geritten sein, um sich mit dem Teufel einzulassen. Auf ihrem Weg zum Harz verhexten sie das ein und andere. Darauf geht der noch heute praktizierte Brauch des "Walperns" zurück, bei dem die Jugendlichen den Dorfbewohnern diverse Streiche spielen.

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Mit dem Gedicht "Walpurgisnach" stimmten die Mädchen die Besucher auf das Maifeuer ein. Foto: Decker

Selbtverständlich nahmen auch die Hexen-Mädchen Bezug auf diesen Brauch und trugen das bekannte Gedicht " Walpurgisnacht" von Elke Bräunling vor, bevor dann das Maifeuer entzündet wurde. Nun konnte die 5. Zeile des Gedichts umgesetzt werden: Es beginnt eine laut' Gestöhne, Zittern Stampfen und Gedröhne. Hexen tanzen um die Glut - voll Jux und Übermut.

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Nach ihrem Hexentanz stelten sich die Hexen-Mädchen noch einmal dem Fotographen. Foto: Decker

Bevor das Feuer abgebrannt war verging eine Zeit und so konnte sich Klein und Groß ausgiebig der Faszination des Feuers hingeben und sich an den Flammen erwärmen.

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Noch lange standen die Besucher rings um das Feuer. Foto: Decker

Das Maifeuer 2019 war ein voller Erfolg. Motivation genug für die Veranwortlichen, auch im nächsten Jahr wieder die Hexen tanzen zu lassen! Freuen wir uns darauf!


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