20. Dezember 2021 - Schwalmtal

Quelle: OZ Alsfeld 18.12.2021

Massenimpfung mit kleinem Team in Schwalmtal

Etwa 420 Personen hat die Gemeinschaftspraxis Böhm/Hosseini am Samstag während ihrer Sonderaktion geimpft. Die meisten Impfungen waren Auffrischungen. Schlange stehen am Samstagvormittag beim Sonderimpftermin der Hausärztepraxis Böhm/Hosseini in Brauerschwend. Doch wirklich lange warten, muss niemand. Aufgrund der drei Impfkabinen im Bürgerhaus und entsprechender Organisation geht es bereits nach etwa zehn Minuten wieder nach Hause.

BRAUERSCHWEND - Etwa 420 bis 450 Personen hat die Gemeinschaftspraxis Böhm/Hosseini am Samstag während ihrer Sonderaktion geimpft, zieht Dr. Martin Böhm Bilanz. Wie viele es exakt waren, wisse er erst genau im Laufe des Montags, wenn die Abrechnung erledigt sei. Allerdings seien fast alles Boosterimpfungen gewesen. "Wenn es hochkommt zehn Erstimpfungen und ein paar Zweitimpfungen", sagt der Mediziner. Dass etwa zehn Prozent der angemeldeten Personen nicht erschienen seien, sei zwar ärgerlich, aber erwartbar gewesen.

Mit dem Ablauf der Sonderimpfaktion seien er und sein Team sehr zufrieden. "Alles war von unseren Helferinnen sehr gut organisiert und wir haben es mit ganz wenig Personal gestemmt", sagt Böhm. Mit zwei Ärzten und fünf Helferinnen habe alles reibungslos funktioniert. Diese Erkenntnis sei auch wichtig für zukünftige Sonderimpfaktionen, da man jetzt Gewissheit habe, dies mit einem kleinen Team auf die Beine stellen zu können. Allerdings sei zunächst keine weitere Sonderimpfaktion geplant, da nun die allermeisten Patienten versorgt seien. Die Übrigen, die die Fünfmonatsfrist nicht hätten einhalten können, seien bereits mit den regulären Impfterminen im Januar, die die Praxis jeden Donnerstag anbietet, versorgt.

Eine weitere Sonderimpfaktion könne er sich nur vorstellen, wenn das nächste Boostern anstehe oder ein an die Virusvarianten angepasster Impfstoff auf den Markt komme. Sein Lob gelte den Helferinnen, aber auch den Patienten, die entsprechend der im Vorfeld veröffentlichten Anweisungen vorbereitet mit ausgefüllten Anamnese-Bogen und Impfpass gekommen seien. Nur das eine oder andere Mal habe auf der Einwilligungserklärung ein Kreuzchen gefehlt, aber das sei nicht der Rede wert gewesen. Deshalb habe alles zügig in den drei Impfkabinen geklappt. Die Hausärztepraxis bedanke sich beim Bauhof der Gemeinde, der die drei Impfkabinen aufgebaut habe, und der Feuerwehr für das Aufstellen des Zeltes vor dem Bürgerhaus. "Zwischendurch hat es genieselt. Vor allem die älteren Menschen haben das Zelt zum Warten gerne in Anspruch genommen", berichtet Böhm. Geimpft wurden am Samstag im Prinzip alle Altersgruppen, so Böhm. Lediglich die ganz alten Senioren seien bereits während Hausbesuchen geimpft worden und unter 18-Jährige hätten sich nicht für die Sonderimpfaktion angemeldet. Die Ausnahme habe ein über 90-jähriger Senior gebildet. Dieser habe nicht extra aus dem Auto aussteigen müssen und sei kurzerhand im Pkw geimpft worden.

Auch auf eine andere Statistik weist Böhm hin. In der Schwalmtaler Hausärztepraxis habe man mittlerweile fast 2000 Personen doppelt geimpft, was beim Blick auf die Einwohnerzahl der Gemeinde auf eine hohe Impfquote hindeute. Zur Boosterimpfung am Samstag seien aber auch viele Menschen aus Wallenrod, Elbenrod Berfa und Lingelbach gekommen. Den weitesten Weg hätten einige Bürger aus Ottrau auf sich genommen. Die Sonderimpfaktion sei schließlich nicht nur für Schwalmtaler oder Patienten der Praxis gewesen. Dennoch betreue die Hausarztpraxis ohnehin auch einige Patienten aus den genannten Ortschaften, ordnet Böhm seine Aussage zur Impfquote ein.

Und so lief es ab

Nach im Vorfeld erfolgter Anmeldung hatten die Impfwilligen ein Zeitfenster von einer Stunde zugewiesen bekommen, indem sie mit der zuvor ausgefüllten Einwilligungserklärung erscheinen sollten. Dann galt es, sich einfach in die Schlange einzureihen, die vor allem gegen Ende eines Zeitfensters praktisch nicht mehr vorhanden war. Wer früher gekommen war, hatte zwar etwa 20 bis 30 Menschen vor sich, kam aber innerhalb von zehn Minuten an die Reihe. Begrüßung beim Betreten des Bürgerhauses mit einer ersten Durchsicht der Einwilligungserklärung, ablegen der Jacke an der Garderobe, Durchsicht der Unterlagen, Unterschrift und Ausfüllen des Impfpasses durch Dr. Martin Böhm oder Dr. Zahra Hosseini und den Piks in einer der drei Impfkabinen abholen. Bereits am Eingang gab es den Hinweis, dass man sich - wenn gewünscht - den QR-Code für den digitalen Impfpass ab kommenden Dienstag zu den Sprechzeiten in der Praxis abholen kann.


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