15. Oktober 2016 - Dorfgeschehen

Fast verschwunden...

Es gibt Dinge, die vor Jahren noch ganz selbstverständlich zum Alltag dazu gehörten. Doch nach und nach verschwinden sie und manch einer kennt sie schon gar nicht mehr. In regelmäßigen Abständen werden wir diese Dinge aufspüren und aus ihren Verstecken holen...

Waschschüssel und Wasserkanne

2016 10 14 waschschuessel wasserkanne

Ein typischer Blick auf einen Waschtisch um 1920. Das Wasser zum Waschen und Trinken wurde am Brunnen im Dorf geholt. Wollte man sich nicht mit kaltem Wasser waschen, musste das Wasser erst auf dem Holzherd in der Küche warm gemacht werden.

Floß ein Bach durch das Dorf, so wurde dessen Wasser natürlich auch genutzt. Bei einem hohen Wasserstand nach der ersten Schneeschmelze oder nach starken Niederschlägen konnte das Wasserholen am Bach sehr gefährlich sein. In der Familienchronik meiner Vorfahren ist zu lesen, dass meine Ur-Ur-Oma beim Wasserholen ertrank...

2016 10 14 beim wasserholen ertrunken

Die ersten Wasserleitungen in die Häuser wurden hier in der Gegend im frühen 20. Jahrhundert gelegt. Bis die ersten Bäder enstanden dauerte es noch einige Zeit. Selbst in den 50er Jahren war es offensichtlich noch etwas Besonderes, wenn auf den Zimmern der Gasthöfe die Möglichkeit bestand, sich direkt am Waschbecken mit fließend Wasser waschen zu können...

2016 10 14 postkarte fließendes wasser

Schöne alte Zeit hin oder her. Ich bin froh, dass ich gerade jetzt in der kalten Jahreszeit morgens barfuß ins warme Bad gehen kann, den Wasserhahn aufmache und angenehm warmes Wasser zum Waschen habe. Andererseits war man als Morgenmuffel früher mit Sicherheit schneller wach ;-)

 

 


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