03. Februar 2017 - Dorfgeschehen

Fast verschwunden...

Es gibt Dinge, die vor Jahren noch ganz selbstverständlich zum Alltag dazu gehörten. Doch nach und nach verschwinden sie und manch einer kennt sie schon gar nicht mehr. Beim Stöbern auf dem Dachboden tauchen Gegenstände auf, von denen wir gar nicht genau wissen wie und für was sie benutzt wurden. In regelmäßigen Abständen werden wir solche Sachen oder Gewohnheiten aus vergangenen Zeiten aufspüren und aus ihren Verstecken holen...

Riffelkamm und Hechelbrett

2017 02 03 riffelkamm hechelbrett

Diese beiden Werkzeuge benötigte man früher bei der Flachsbearbeitung.

Nachdem der blaue Flachs verblüht ist und sich aus den Blüten Samenkapseln gebildet haben, sterben die Wurzel der Stängel ab und die Flachsernte kann beginnen. Nach der Trocknung der geernteten Flachsstängel waren  früher die folgenden Arbeitsschritte zur Gewinnung der Flachsfasern (Leinenfasern) notwendig:

  • Riffeln - das Lösen der Samenkapseln von den Stängeln mit dem Riffelkamm
  • Brechen - das Zerbrechen der äußeren holzartigen Hülle der Stängel mit der Flachsbreche (die eigentlichen Fasern liegen im Inneren der Stängel)
  • Schwingen - das Herausschlagen der holzigen Bruchstücke aus den Flachsfasern mit Hilfe des Schwingmessers und dem Schwingbock
  • Hecheln - das Kämmen der Flachsfasern. Die kurzen Fasern wurden dadurch herausgekämmt und die langen Fasern wurden so fein und ordentlich in eine Richtung gekämmt. Danach konnte man die Fasern verspinnen.

Wer sich die Arbeitsschritte mal genau anschauen möchte findet unter dem folgendem Link ein interessantes kurzes Video (ca. 4 Min.):

Gewinnung der Flachsfaser

 

 


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