28. Mai 2019 - Heimische Wirtschaft

Quelle: OZ Alsfeld 28.05.2019 - Christian Dickel

Hausmesse lockt Fachbesucher aus ganz Europa nach Storndorf

hausmesse 2019

Während am Boden die Maschinen im Einsatz sind, geht der Hubschrauber durchgängig zu Rundflügen über dem Vogelsberg in die Luft. Foto: Boppert

STORNDORF - Freie Getränke und Bratwurst, Hubschrauberrundflüge, ein buntes Rahmenprogramm für jung und alt und natürlich jede Menge Live-Demonstrationen der Baumaschinen der Firma Stehr sorgten für einen Besucherrekord auf der jährlich stattfindenden Hausmesse im „Stehrodrom“ in Storndorf. Neben den Fachbesuchern aus der ganzen Welt hatten sich wieder jede Menge Schaulustige aus der Region auf den Weg gemacht, um ein paar schöne Stunden zu verbringen und die riesigen Maschinen hautnah im Einsatz zu erleben.

Während der Donnerstag und Freitag insbesondere dem Fachpublikum gewidmet ist, strömten die Besuchermassen am Samstag und Sonntag aufs Gelände und verwandelten das Areal in einen Festplatz. Kurzfristig zur Partymeile wurde der Platz vor der Ideenschmiede am frühen Samstagabend. Die Fußballer der SG Schwalmtal, die wenige Stunden zuvor unverhofft den Meistertitel in der Kreisliga A geholt hatten, waren zum Sponsorentermin eingetroffen und feierten ausgelassen die Meisterschaft.

„Es waren wahnsinnig viele Leute da. Zudem unglaublich viele Fachbesucher. Das Beste daran war, dass wir sehr viel verkauft haben. So haben wir das auf der Messe noch nicht erlebt“, zieht Inhaber Jürgen Stehr Bilanz. Insbesondere Breitbandgesellschaften, Verbände und Firmen hätten sich insbesondere die Glasfaserfräse anschauen wollen. „Sie wurden teilweise vorher von ihren Auftraggebern angehalten, die Maschinen sofort zu bestellen“, berichtet der Schwalmtaler Unternehmer. Und weiter: „Wir haben ein Wahnsinnsproblem gelöst und bauen dazu die entsprechende Maschine.“ Aus Österreich, Tschechien, England, Frankreich und weiteren Ländern habe großes Interesse an dem System bestanden, das den Boden aufreißt und gleichzeitig das Glasfaser unter die Erde bringt. Auch deutschlandweit hätten viele Kommunen eigens aus diesem Anlass ihre Mitarbeiter geschickt. Alle hätten die Maschine haben wollen. „Jeder Kommunalpolitiker, ob Landrat oder Erster Beigeordneter, hat das Glasfaser ganz oben auf seiner Agenda“, betont Stehr.

Lediglich im Vogelsberg werde nur darüber gesprochen, ohne zu handeln. „Unsere Lokalpolitiker haben mit Abwesenheit geglänzt. Ich hätte mir gewünscht, dass sie sich vor Ort anschauen, wie man das Verlegen schneller und einfacher gestalten kann. Es kommen Vertreter der Kommunen aus ganz Deutschland, aber niemand aus dem Vogelsbergkreis“, kritisiert der Unternehmer seinen Heimatlandkreis. Nichtsdestotrotz zeigt sich Stehr rundum zufrieden: „Immer wieder haben wir zu hören bekommen, dass Stehr-Maschinen zwar nicht die billigsten sind, aber sie es wert sind. Das macht uns unglaublich stolz.

Mittlerweile zeigen wir als kleine Firma den Großen, wo die Reise hingeht. Vor einigen Jahren wurden wir noch belächelt – das ist mittlerweile ganz anders.“ Er freue sich darüber, dass in seinem Unternehmen neben den Bestandskunden viele neue Kunden hinzugekommen seien. Neben der Grabenfräse sei der Plattenverdichter ein weiteres Highlight der Messe gewesen. Mit den beiden Maschinen habe das Unternehmen Maßstäbe gesetzt, was sich im Interesse der Fachbesucher widergespiegelt habe. Sein Fazit: „Ich war begeistert, meine Mitarbeiter waren begeistert und meine Gäste auch, so soll es sein.“


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