Aus der Kirchengeschichte

Storndorf war schon in vorreformatorischer Zeit Filialgemeinde von Ober-Breidenbach und blieb es auch, als 1533 Johann Spangenberg erster evangelischer Pfarrer von Ober-Breidenbach wurde. Die Storndorfer Junker hatten in der Ober-Breidenbacher Kirche ihr Begräbnis und besaßen dort noch 1682 einen eigenen Stand.
Allerdings gab es schon in früher Zeit Bestrebungen nach Selbständigkeit - man baute 1570 einer erste eigene Kirche. Grund für diesen ersten Kirchenbau in Storndorf war wohl das Streben nach kirchlicher Selbständigkeit. Auch in den nächsten Jahrzehnten versuchten die Storndorfer Junker immer wieder, eigene Pfarrer anzustellen, ohne Genehmigung des Landesherrn oder kirchlicher Behörden. In den meisten Fällen war das zwar der Ober-Breidenbacher Pfarrer, aber es waren auch Pfarrer aus Wallenrod oder Meiches darunter. Immer wieder kam es darüber zu Streitigkeiten, bis dann 1802 endgültig festgesetzt wurde, dass Storndorf kein Filial von Ober-Breidenbach mehr sei, sondern eine selbständige Gemeinde, die allerdings pfarramtlich mit Ober-Breidenbach verbunden ist. Diese Regelung gilt bis heute.

Das Kirchengebäude

KircheAussenansicht2005

KircheInnenansicht2005

Außenansicht 2005
Innenansicht 2005

 


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Die erste Storndorfer Kirche von 1570 stand bis 1680. Wahrscheinlich auf dem gleichen Platz, auf dem die heutige Storndorfer Kirche steht, wurde 1681 eine neue Kirche gebaut, die in der Mitte einen Turm besaß und zwei Glocken hatte. Diese Kirche musste aber schon nach 46 Jahren, 1727, fast ganz wieder abgerissen und neu erbaut werden. Allerdings war auch dieser Bau nicht sehr gründlich, sodass dann 1752 ein Neubau in Angriff genommen und 1755 schließlich zu Ende gebracht. Dieses Gebäude ist unsere heutige Kirche, allerdings in leicht veränderter Form.
Im Innern der Kirche befand sich bis zur letzten großen Renovierung in den Jahren 1969 bis 1971 ein Chorgestühl, in dem die Herren von Seebach ihren Platz hatten. Andere Stände waren für den Förster, den Schulmeister sowie für den Pfarrer. 1971 wurden diese Stände entfernt und ein Teil des Chorgitters, sowie die Brüstungen dieser Stände an der Wand des Chorraumes befestigt.


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