17. Dezember 2018 - Ev. Kirchengemeinede /Ortsgeschehen

Lebendiger Adventskalender 2018

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Die ältesten Gäste am 12. Dezember: Paula und Helmut Weitzel

Auch in diesem Jahr öffnen sich an (fast) jedem Adventsabend Fenster oder Türen, um gemeinsam zu singen, Geschichten zu hören und zu beten. Die Familien oder Gruppen haben warme Getränke und Plätzchen vorbereitet, damit man nach dem „offiziellen Teil" noch gemütlich zusammenstehen kann und so der Tag langsam ausklingt. Am 12. Dezember hatte Familie Reul in ihre Scheune eingeladen.

Die Gastgeber konnten neben vielen kleinen und großen Storndorfern auch das Ehepaar Paula und Helmut Weitzel begrüßen. Paula und Helmut sind mit über 90 Jahren die ältesten Storndorfer Mitbürger. Sie nehmen noch rege am öffentlichen Leben teil und freuten sich auch an diesem Abend, alte Bekannte zu treffen und sich mit diesen zu unterhalten.

In den Mittelpunkt der Andacht hatte Frau Reul eine Geschichte von Charles Dickens gestellt: „Die Apfelsine des Waisenknaben“. Eine Apfelsine war das einzige Geschenk, das es im Waisenhaus an Weihnachten gab. Es war nur eine Orange, aber an einem Weihnachtsfest bedeutet sie für einen kleinen Jungen die Welt, weil sie ihm zeigte, was wahre Freundschaft ist. Der Waisenjunge hatte sich im Laufe des Jahres etwas zu Schulden kommen lassen und erhielt deswegen das Geschenk nicht, das für die Kinder die Sehnsucht eines ganzen Jahres verkörperte. Trotzdem war der Junge am Ende des Tages überglücklich, weil er erleben durfte, wie trostvoll echte Kameradschaft sein kann. Zehn seiner Kameraden hatten sich zusammengetan und ihm ein ganz besonderes Geschenk übergeben: Jeder hatte von seiner Apfelsine eine Scheibe abgetrennt und die zehn abgetrennten Scheiben hatten sie dann sorgfältig und liebevoll zu einer neuen, schönen und runden Apfelsine zusammengesetzt.

Ein besonderes Geschenk hatten auch die Reuls für ihre Gäste. Jeder durfte sich einen Mistelzweig mit nach Hause nehmen. Mistelzweige finden besonders in der Weihnachtszeit große Beachtung. Man hängt sie - dekoriert mit einem Band - an Decken oder Türrahmen. Früher wollte man damit Unheil und Geister abwehren. Heute ist es vor allem der Glück verheißende Kuss unter dem Mistelzweig, der im Vordergrund steht: Küssen sich zwei Menschen unter einen Mistelzweig, werden sie ein glückliches Paar. Ganz sicher haben sich auch die Ehrengäste des Abends unter einem Mistelzweig geküsst, denn Paula und Helmut sind seit fast 70 Jahren glücklich verheiratet.

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