14. Juli 2022 - Ev. Kirchengemeinde

Eine Reise in die Vergangenheit und Gottes Segen

Vier Jahrgänge feierten ihr Konfirmationsjubiläum

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Sie feierten die Diamantene Konformation: Helga Lerch, Bernd Georg, Brunhilde Hock-Schaar, Waltraud Preuß, Karl-Heinz Hildebrand, Heinz Hofmann, Christa Henkel, Berthold Georg, Liane Jöckel, Pfrn.  Dorothée Tullius-Tomášek. (von links). Es fehlen: Helga Kelm und Rosemarie Wahl.  Foto: L. Jöckel

Der Juni war in der Storndorfer Kirchengemeinde in diesem Jahr der Monat der „Jubelkonfirmationen“. So feierten u.a. am 26. Juni 40 Frauen und Männer ihre silberne, goldene, diamantene oder eiserne Konfirmation. „So eine große Gruppe , das ist schon ein Glück für eine Gemeinde“ stellte auch Pfarrerin Dorothée Tullius-Tomášek in ihrer Begrüßung fest, nachdem die Gruppen feierlich in die Storndorfer Kirche eingezogen waren.

In ihrer Ansprache lud die Theologin dann zu einer Reise in die Vergangenheit ein. Dabei untermalte sie stimmungsvoll ihre Reiseziele mit dem Ansingen der damaligen „Schlagerhits“. Sie startete im Jahr der eisernen Konfirmanden 1957 und erinnerte an den Flug der russischen Sputnikrakete, der Wiederwahl Konrad Adenauers und an die Lieder von Peter Alexander, Freddy Quinn und an Harry Belafonte mit seinem Bananaboat-Song.

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Die Eiserne Konfirmation feierten: Helga Georg, Reinhold Linn, Rudolf Karl, Otto Gundrum, Martin Stehr und Edgar Stehr (von links). Foto: L. Gundrum

Weiter ging es in das Jahr der Diamantenen Konfirmation 1962 mit der schweren Sturmflut in Hamburg, dem ersten Fernsehsatelliten, dem an der Grenze erschossenen Peter Flechtner und der Kubakrise, dem Rock‘n’Roll und Conny Froboess.

Um dann ins Jahr der goldenen Konfirmanden 1972 zu reisen mit den Olympischen Spielen in München mit dem Olympiasieg im Weitsprung von Ulrike Meyfarth, dem Anschlag und dem Tod von elf israelischen Athleten, der Ostpolitik von Willy Brandt, der BaaderMeinhof-Gruppe und den Liedern „Mamy Blue“, „Michaela“ und am „Tag als Conny Kramer“ starb.

Goldene Konfirmanden 2022 small
Die Goldenen Konfirmandinnen und Konfirmanden. Vordere Reihe von links:  Elona Kaiser, Marianne Jöckel, Christiane Rausch, Brunhilde Hahn, Dagmar Merschrod, Karl-Heinz Herchenröder, Cornelia Rakow. Hintere Reihe: Arnold Klein, Norbert Kaiser, Dieter Boss, Gerhard Peppler, Marion Schmalbach,  Pfrn.  Dorothée Tullius-Tomášek. Foto: N. Kaiser

 Die Reise endete bei den silbernen Konfirmanden 1997 mit der Oderflut, dem Tod von Lady Di, dem Tamagotchi und mit Jan Ullrich, dem Gewinner der Tour de France sowie den Liedern „Men in Black“ und „Barbie Girl“ „Candle in the Wind“.

Silberne Konfirmanden 2022 small

Die Silbernen Konfirmandinnen und Konfirmanden: Christina Helm, Sabrina Dymianiw, Caroline Päbler, Frank Richtberg,, Steffen Philippi (von links). Foto: F. Richtberg

Von all den politischen und kulturellen Ereignissen ist jeder Konfirmandenjahrgang geprägt worden. Besonders geprägt wurden die Jugendlichen jedoch von dem Leben im Dorf: den Familien, den Lehrern, den Pfarrern, den Freunden. „Ausbildung, Beruf, Ortswechsel, Familiengründung und die Kinder waren dann weitere Stationen im Leben der Jubilare, aber auch schwere Erfahrungen, Krankheiten, Abschiede, Enttäuschungen mussten verarbeitet werden,“ führte die Pfarrerin aus.

„Bei all diesen Stationen hat Gottes einmal zugesprochener Segen sie nie verlassen. Segen ist nicht nur da, wenn es uns gut geht. Er ist immer da, schenkt Besonnenheit, Weisheit und Mut und Stärke.“ so versicherte Tullius-Tomášek bevor sie den einzelnen Jahrgängen erneut Gottes Segen zusprach und mit ihnen das Abendmahl feierte.

Nach dem Erhalt ihrer Urkunden zogen die Konfirmanden wieder feierlich aus der Kirche aus, um dann mit dem Gedenken an die bereits Verstorbenen, mit Gruppenfotos, einem guten Essen und vielen Gesprächen den Tag zu beschließen.

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Die diamantenen Konfirmandinnen und Konfirmanden im Gasthaus Graulich, Rainrod. Vordere Reihe von links: Heinz Hofmann, Brunhilde Hock-Schaar, Pfrn  Dorothée Tullius-Tomášek, Liane Jöckel. 2. Reihe von links: Waltraud Preuß, Helga Kelm, Bernd Georg. Dritte Reihe von links: Helga Lerch, Christa Henkel, Manfred Berner (kath.). Obere Reihe von links: Berthold Georg, Rosemarie Wahl, Karl-Heinz Hildebrand. Foto: L. Jöckel

„Das war eine schöne Feier“ hörte man in Gesprächen vor der Kirche und bei den anschließenden Treffen . Die Gründe dafür sind sicher, dass es gut tut, die Gemeinschaft zu spüren, sich zu treffen, einen Rückblick zu halten, Mut machende Worte zu hören und sich zu erinnern, die vertrauten Lieder zu hören, gemeinsam zu singen und sich segnen zu lassen. Das ist gerade in Coronazeiten besonders wichtig und so haben die Jubiläumsgottesdienste ihren besonderen Stellenwert.


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