23. März 2020 - Gruppenpfarramt Vogelsberg - Tägliche Andacht

von Pfrn. Dorothée Tullius-Tomášek

 "Irgendwas bleibt"

Liebe LeserInnen! Mir kam die letzten Tage wieder ein Lied in den Sinn, was mich schon eine Weile begleitet: „Irgendwas bleibt“ von Silbermond. Dort heißt es im Refrain:

Gib mir ein kleines bisschen Sicherheit,
In einer Welt, in der nichts sicher scheint.
Gib mir in dieser schweren Zeit,
irgendwas, das bleibt.

Wow. Das klingt für mich auf einmal ganz neu.
Gib mir in dieser schweren Zeit,
irgendwas, das bleibt.

In diesen Tagen, wo alles so schnell geht und unsere Leben innerhalb von kurzer Zeit radikal auf den Kopf gestellt wurden. Jeden Tag neue Infos und das, was gestern galt, gilt heute Abend schon lange nicht mehr. Ich komme da fast nicht mehr mit. Allmählich glaube ich manches realisiert zu haben und doch muss ich mir jeden Tag die Realität neu erzählen, weil ich sie sonst nicht glaube.

Gib mir ein kleines bisschen Sicherheit,
in einer Welt, in der nichts sicher scheint.

Ja, Sehnsucht habe ich jetzt nach irgendwas, das bleibt - worauf ich mich jetzt verlassen kann – denn momentan tun sich auch die klügsten Experten schwer verlässliche Angaben zu weiteren medizinischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung zu machen.
Wie können Sie auch?

Gib mir was, irgendwas, das bleibt.

Diese Zeilen klingen für mich wie ein Gebet:
„Gott, gib mir etwas, das in meinem Leben stabil bleibt, auch wenn ich momentan mit so vielen Unsicherheiten leben muss und ich nicht weiß, was die nächsten Wochen und Monate für mich und alle um mich herum bringen werden.“

Was wird bleiben?
Der sog. Hebräerbrief aus dem Neuen Testament wagt aus seiner Sicht eine Antwort:

Jesus Christus bleibt derselbe gestern und heute und auch in Ewigkeit. (…) Denn es ist gut, dass das Herz gestärkt werde, das geschieht durch Gnade. (Hebr 13,8-9)

Ich weiß nicht, wie diese Tage uns und unsere Leben verändern werden.
Aber ich will Vertrauen legen in die Worte des Briefschreibers, die er uns aus seinem Glauben heraus, über viele Jahrhunderte hinweg, bis in diese Tage hinein zuspricht.

Jesus Christus bleibt derselbe gestern und heute und auch in Ewigkeit.

Auf ihn will ich mich verlassen, was auch kommen mag. Er gibt mir das, was bleibt:
Seine Zuwendung und Liebe – sein Ohr, dem ich alles anvertrauen kann, was mich bewegt. So wie es gestern war, so wie es heute und jetzt ist und auch in den kommenden Wochen und Monaten und darüber hinaus sein wird.

Hier geht’s zum Song von Silbermond: www.youtube.com/watch?v=mDXElPTxJ70

 

 

 


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