18. Juni 2020 - Gruppenpfarramt Vogelsberg - Tägliche Andacht

von Pfr. Peter Weigle

Es ist der Glaube eine feste Zuversicht ...

Es ist der Glaube eine feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. - Hebräer 11,1

Manche sehen im Glauben
eine Imprägnierung
wider die Lasten des Lebens,
ein Antidot
gegen mangelnde Zuversicht,
ihr Gott ist eine feste Burg
und aus dieser Feste heraus
ziehen sie gegen das Leben zu Felde.

Manche halten den Glauben
für einen Besitz,
eine Ressource,
einen Schatz für schlechte Zeiten,
wer aber meint,
er könne Glauben haben,
hat schon nichts verstanden.
Und diese Ressource
hat nur Sinn und Zukunft,
wenn sie gegenwärtige Praxis ist.
Sonst erschlafft er
wie jeder ungenutzte Muskel.

Manche argwöhnen der Glaube
Sei die Geißel der Menschheit
und Volkes Opioid,
aber mit einer seelenlosen,
sinnentkernten Welt
stünden wir nur
noch ärmer da.

Ich zweifle bereits
an dem was ich sehe
und erst recht an dem,
was nicht sehe.

Gott will bezweifelt werden,
sonst kann man nicht
an und in ihm wachsen.

Gott will bezweifelt sein,
sonst könnte er nie Antwort werden.


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