17. August 2020 - Gruppenpfarramt Vogelsberg - Tägliche Andacht

von Pfr. Peter Weigle

Sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel ...

Sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel und brachen das Brot hier und dort in den Häusern, hielten die Mahlzeiten mit Freude und lauterem Herzen und lobten Gott und fanden Wohlwollen beim ganzen Volk. - Apostelgeschichte 2,46-47

Sie waren
eine überzeugende Truppe,
eine ‚verschworene Gemeinschaft‘.

Selige Zeiten waren das.
Die ersten Christen,
sie verbanden Gebet und Alltag.
Sie waren täglich im Tempel,
das Gebet war nicht Hobby,
sondern Grundnahrungsmittel
für Herz und Seele.
Sie brachen das Brot hier und dort,
sie lebten die Verbundenheit
gestiftet in Christus,
auf ihn ausgerichtet,
nicht verbissen streng,
sondern erfüllt ernsthaft und doch freudig.
Bei ihnen war gute Stimmung.
Sie waren beliebt.

Sie waren eine kleine jüdische Untergruppe,
eine Sekte,
würden wir heute sagen,
charismatisch, konsequent, verschroben,
seltsam, aber gut zu haben.

Ihr Guru Jesus
hatte viele wunderbare Dinge
gesagt und getan,
war an der Priesterschaft,
am Establishment gescheitert,
sie meinten, dieser sei auferstanden.
Ansonsten aber
machten sie einen guten Eindruck.

Sie verkörperten
den großen Traum,
dass Glaube und Leben und Gemeinschaft
zusammengehen können.
Dass es keine Klöster braucht,
keine Abgeschiedenheit,
keine sexuelle Enthaltsamkeit,
keine rigide Moral.

Sie glaubten
und lebten miteinander.
Mitten unter den anderen.
Keine hohe Nasen, -
sie taten nicht so,
als seien sie besser,
sie waren nur anders,
aber gehörten unters Volk,
sympathische Spinner,
man hatte sie gern.


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