31. August 2020 - Gruppenpfarramt Vogelsberg - Tägliche Andacht

Er ist nicht ferne von einem jeden unter uns

Er ist nicht ferne von einem jeden unter uns. Denn in ihm leben, weben und sind wir.  -  Apostelgeschichte 17,27-28

‚Er ist Dir näher
als Deine Halsschlagader‘
heißt es bei den Sufis.

Gott ist die Wirklichkeit,
in der wir leben.
Oder: aus der wir leben?
Oder: durch die wir leben?

Im Zeichen Gottes
versagen die Präpositionen.

In ihm leben, weben und sind wir.
Ich finde, das klingt schön
und ist wunderbar formuliert.

Gott ist das Wasser,
wir sind die Fische.

Gott ist unsere Sphäre,
unser Lebensraum
und unser Lebensmittel.

Deswegen
ist Gott,
der ganz andere,
alle Vergleiche,
alle sprachlichen Näherungen
erweisen sich als unzureichend.
Er ist nicht beschreibbar,
definierbar.
Wie alles, was groß
und wichtig ist.

Oder wie erklärt man
Liebe
oder Freundschaft
oder Leben?

Und doch markieren sie,
was das Schönste
und Wesentlichste ist.

Gott lässt sich nicht beschreiben,
wir haben keinen Zugriff,
sondern er ergreift uns.

Wir sind die Tänzer.
Gott ist der Tanz.