05. April 2018 - Cornelia-Funke-Schule

Quelle: OZ Alsfeld 28.03.2018

Drachenbekämpfer und das Sams

LESETAGE An Cornelia-Funke-Schule stehen Bücher und Geschichten im Vordergrund / Wettbewerb für Dritt- und Viertklässler

Drachenbekaempfer und das Sams2 small

Drachen und Ritter: Das Thema in Klasse 2 - Foto: Buchhammer

SCHWALMTAL (lb). Eine Woche voller Samstage - zur Förderung des Leseverhaltens führte die Schwalmtaler Cornelia-Funke-Schule vor den Osterferien an ihren Standorten Brauerschwend und Storndorf ihre bewährten „Lesetage" durch: Auf dem Programm standen besondere Leselektüren in den unterschiedlichen Jahrgangsstufen, vielfältige Kreativangebote, eine Schulübernachtung sowie der Vorlesewettbewerb der dritten und vierten Klassen.

Voller Enthusiasmus griff die Klasse eins zu „Hotte und das Unzelfunzel" von Anne Steinwart und lernte beim Lesen, was man mit Buchstaben und Lauten jenseits von „Spracharbeit" so alles anstellen kann. „Der Mondscheindrache" der schulischen Namenspatronin Cornelia Funke war das Metier der zweiten Jahrgangsstufe. Mit ordentlich Spannung ließen sich die Schüler in einer zauberhaften Mondnacht auf einen kleinen Drachen ein, der von einem grimmig dreinblickenden Ritter verfolgt wurde. Dabei begegneten sie noch einem Jungen namens Philipp, der dem armen Drachen zu Hilfe kommen wollte. Leider aber schrumpfte dessen Körper, so dass er nun vor der Frage stand, wie er selbst in Daumengröße gegen den gemeinen Ritter kämpfen sollte? Die Geschichte lehrte die Kinder auf fantastische Weise, dass Freundschaft und Mut gegenüber Riesen bedeutend wichtiger sind als die körperliche Größe.

Ein lustiges Abenteuer mit Sams und Herrn Taschenbier bevorzugten demgegenüber die beiden dreier Klassen mit ihrer Wahl von „eine Woche voller Samstage" von Paul Maar. „Das Buch ist echt cool", freuten sich die Kinder über das furchtlose, ja beinahe respektlose Verhalten des kleinen quirligen Wesens, welches dem Erwachsenen Herrn Taschenbier zu einer großen Portion Selbstbewusstsein verhalf. Die Kinder begriffen sehr schnell, dass Erwachsene durchaus auch von den jüngeren Generationen noch etwas lernen können.

Gänsehaut-Alarm gab es bei den Viert-klässlern mit dem Buch „Gespensterjäger auf eisiger Tour", ebenfalls geschrieben von Cornelia Funke. In dieser Geschichte hatte sich ein „UEG" (unglaublich ekelhaftes Gespenst) ein Haus unter den Nagel gerissen und bereitete den Bewohnern Hedwig, Tom und Hausgeist Hugo viel Kopfschmerzen.

Zur Abrundung der Lesewoche stand der Vorlesewettbewerb mit buntem Rahmenprogramm auf dem Plan. Kurzum verwandelte die Schule die Volkshalle zum literarischen Eventsaal. Der Publikumsraum wartete mit zwei Zuschauerblöcken für die gesamte Schülerschaft auf, auf der Bühne standen einerseits eine Tischreihe für die Juroren und in der Mitte ein gemütlicher Leseplatz für die sechs mutigen Lesekandidaten der Schule.
Souverän eröffneten die Jungen und Mädchen den Wettbewerb mit der Vorstellung eigens ausgesuchter Leselektüren. Dabei gaben Aaron Geisel, Berta Rose Herdt, Josefine Fritz, Aurelie Stehr (alle 3. Klasse) sowie Lea Dorff und Sophie Kreuder (beide 4. Klasse) einen genauen Überblick über ihre Buchauswahl mit Informationen zu den Autoren und eine Begründung, warum ihnen gerade jene Bücher so gut gefielen.

In der zweiten Leserunde bekamen die Teilnehmer einen bisher unbekannten Auszug aus dem Buch „Drachenreiter" von Cornelia Funke zum Lesen und meisterten auch diese Aufgabe mit großem Einsatz. Sodann waren die Jurymitglieder - bestehend aus Bürgermeister Timo Georg, den Buchhändlerinnen Gerlinde Becker und Johanna Mildner sowie Schulleiterin Anita Müller-Schulz - schwer gefordert, die Leseleistungen zu bewerten und den besten Leser herauszufinden.

Damit sich die Runde in ein Plenum zurückziehen und gut beraten konnte, übernahmen die Theater-AG von Lehrerin Antje Kretschmer, die Glockenspielgruppe Heike Theis und die Chorkinder um Lehrerin Sabine Hess die Bühne. Zur Kür des Schulsiegers aber erreichte die Spannung ihren Höhepunkt. Die lesenden Klassensieger machten der Jury die Entscheidungsfindung keineswegs einfach, bekannte das vierköpfige Team. Letztlich entschied es sich für Aurelie Stehr als Siegerin und zeichnete alle Beteiligten mit einer Urkunde und einem Buchpräsent aus.


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