12. Mai 2022 - Grundschule Schwalmtal

Quelle: OZ Alsfeld 12.05.2022

Schwere Entscheidung für Jury

Vorlesewettbewerb

Lilly Ann Tändler aus der Klasse 4b (am Lesetisch) ist Schulsiegerin. (Foto: Cornelia-Funke-Schule)

SCHWALMTAL - „Die Schule der magischen Tiere“, „Der Mondscheindrache“, „Die Jagd nach dem magischen Detektivkoffer“ und mutige „Gespensterjäger auf eisiger Spur“ hielten die Grundschüler der Cornelia-Funke-Schule im Schwalmtal an ihren Standorten Brauerschwend und Storndorf in Atem: Zur Förderung des Leseverhaltens stellte die Grundschule eine ganze Schulwoche in den Mittelpunkt ihrer Arbeit und beendete das Lernprojekt mit einem Vorlesewettbewerb für die dritten und vierten Klassen.

Zauberhafte Wesen im Schulalltag, ein lieber Drache und gemeiner Ritter im Mondschein, ein magischer Koffer und nicht zu vergessen ein „UEG“ (unglaublich ekelhaftes Gespenst) sorgten bereits bei ihrer Erstvorstellung in den einzelnen Jahrgangsstufen für ein Lesevergnügen. Eine Portion Spannung obendrauf setzte jedoch bei den Klassen drei und vier der finale Vorlesewettbewerb im situationsbedingt kleinen, aber durchaus ebenso reizvollen Rahmen in der benachbarten Volkshalle. Während ihre Klassenkameraden im Zuschauerraum Platz nahmen, rückten Melissa Walter und Anton Soßdorf als Klassensieger der dritten Klasse, Anastasia Ochs und Neo Kallenbach als Vorleser der Klasse 4a sowie Marie Kreuder und Lilly Ann Tändler als Vertreter der 4b auf der Bühne am Leseplatz ins Rampenlicht. Ganz und gar nicht mit den Juroren gegenwärtiger TV-Formate zu vergleichen, formierte sich ebenso eine literaturfreudige Jury an den Rand der Bühne, um den vorlesenden Kindern im Abseits alle Aufmerksamkeit zu widmen für eine faire Entscheidung zur Ermittlung des Schulsiegers im Lesewettbewerb. Und genau für dieses Vorhaben hatten sich Schwalmtals Bürgermeister Timo Georg, Gerlinde Becker von der Buchhandlung „Lesezeichen“ in Lauterbach, Laura Moderow vom Buchladen „Lesenswert“ in Alsfeld sowie die ansässige Schulleiterin Anita Müller-Schulz extra freigenommen. Souverän eröffneten die Jungen und Mädels unter der lockeren Moderation von Lehrer Jochen Külper den Wettbewerb mit der Vorstellung ihrer Leselektüren. Dabei gaben die Kandidaten Informationen zu ihren Autoren, einen ersten Einblick in die Handlung der Geschichte sowie eine Begründung, warum ihnen das Buch so gut gefallen hatte, und lasen in einem Zeitfenster von je vier Minuten einen Auszug aus ihren Lektüren laut, klar und mit Feingefühl und Ausdrucksstärke vor.

In der zweiten Leserunde bekamen die sechs Schüler einen ebenfalls vier Minuten angedachten, jedoch bisher unbekannten Textauszug aus dem Roman „Igraine Ohnefurcht“ von Schulnamensgeberin Cornelia Funke zum Lesen. Auch diese Aufgabe meisterten die Protagonisten nach bestem Wissen und Handeln. Keine leichte Aufgabe also für das Erwachsenenquartett an der Seite, welches nun mehr gefordert war, eine Entscheidung zu treffen. „Die Leistungen aller sechs Teilnehmer waren der Hammer. Da könnte sich mancher Autor für seine Lesereise vor Publikum ein Scheibchen abschneiden“, so der Eindruck im Schwalmtal bei Buchhändlerin Becker.

Vor dem Hintergrund der gesamten pandemischen Entwicklung mit all ihren Begleiterscheinungenschien der Vorlesewettbewerb auch für die Jury ein spannendes Unterfangen mit großem Überraschungseffekt zu sein: Allesamt konnten die Lesebereitschaft, den Entwicklungsstand, die Lesefähigkeit und letztlich die Freude und das Interesse der Kinder am Lesen nicht oder nur schwer einschätzen. Umso freudiger wurden die Erwachsenen schließlich von den fast fehlerfreien Leistungen mit deutlicher Aussprache, gutem Lesetempo und Betonung der Grundschüler überrascht, sodass die Bewertungskommission am liebsten allen Vorlesekindern den ersten Platz verliehen hätte, so eng lagen die Feinheiten zur Bewertung beieinander. Das entscheidende Pünktchen mehr hatte dann letztlich Lilly Ann Tändler von der 4b. Sie erhielt die Schulsieger-Urkunde und alle anderen eine Teilnehmerurkunde aus den Händen des Bürgermeisters. Die Buchhändlerinnen hingegen belohnten das außerordentliche Leseverhalten des Sextetts mit besonderen Gutscheinen aus den beiden Buchläden.


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