08. Januar 2018 - Katholische Kirchengemeinde

Bereits geschafft in 2018

STERNSINGER Schon früh im Jahr unterwegs für eine gute Sache

Sternsinger Storndorf small

Die Storndorfer Sternsinger: Greta Dorff, Hannes Georg, Greta Georg (von links). Foto: B. Dymianiw

Es gilt als weltweit größte Spendenkampagne von jungen Menschen für junge Menschen: das Sternsingen. Unter dem Motto „Segen bringen, Segen sein- Gemeinsam gegen Kinderarbeit in Indien und weltweit“ waren auch in Schwalmtal, Wallenrod und Reuters 19 Sternsinger am Dreikönigstag als Heilige Drei Könige unterwegs.

Viele Menschen warteten schon voller Freude auf die Sternsinger, die den Segen zum neuen Jahr bringen und öffneten ihre Haustüren, wenn die bunte Truppe klingelte. "Schön, dass ihr da seid", wurden alle freundlich empfangen.

Die Sternsinger stellten das Beispielland Indien und die dortige Kinderarbeit vor und sangen ihr Sternsingerlied. Mit geweihter Kreide schrieben sie die lateinische Segensbitte an die Türen: 20*C+M+B-18. Das bedeutet Christus mansionem benedicat- Christus segne dieses Haus und ließen sich Geld in ihre Sammelbüchse stecken. Für ihr Engagement bekamen die kleinen Könige oft auch Süßigkeiten zugesteckt, die später untereinander aufgeteilt wurden

Insgesamt besuchten die Schwalmtaler Sternsinger 170 Haushalte und Geschäfte und sammelten ein beachtliches Ergebnis von rund 1700 € für die Aktion ein. Auch das Rathaus von Schwalmtal war Ziel der Sternsinger.

Sternsinger Brauerschwend

Die Sternsinger vor dem Rathaus in Renzendorf. Foto: Gemeinde Schwalmtal

Besonders die jungen Sternsinger waren betroffen, als sie in der Vorbereitung erfuhren, dass viele altersgleiche Kinder ab 8 Jahren in Nordindien von fünf Uhr morgens bis acht Uhr abends in dunklen Räumen vor einer Flamme sitzen, um bunte Glasringe in Akkordarbeit zu fertigen. Dabei atmen sie ständig giftige Dämpfe ein und nur mittags machen sie eine kurze Pause. Ein Schulbesuch ist dabei undenkbar.

Einer der Sternsinger wusste auf die Frage, ob diese Kinder auch Zeit zum Spielen haben, eine deutliche Antwort: „Nein, dazu sind die Kinder viel zu müde!“ Eine Andere antwortete: „Auch wenn ich nicht immer gerne zur Schule gehe, ist es wichtig, zu lernen. Darum bin ich dabei, Geld für Kinder zu sammeln, denen es nicht gut geht. Alle Kinder müssen zur Schule gehen können!“

Zufrieden und stolz auf ihr Ergebnis war am Ende von allen Beteiligten zu hören, dass sie im nächsten Jahr wieder als Sternsinger unterwegs sein möchten.

Beatrix Dymianiw