05. September 2017 - Ev. Kindergarten

Elternabend im „Haus der kleinen Füße“

1 Elternabend Kindergarten small

Bürgermeister Timo Georg erläutert die Gebühren

Die Stühle im Mehrzweckraum des Storndorfer Kindergartens „Haus der kleinenFüße“ waren bis auf den letzten Platz besetzt, als Hiltrud Georg, stellvertretende Leiterin des Ev. Kindergartens, die Eltern, den Kirchenvorstand, vertreten durch Pfarrerin Tullius-Tomášek und der Vorsitzenden Traudl Richtberg, sowie Bürgermeister Timo Georg begrüßte. Erster Tagesordnungspunkt war die Erhöhung der Kitagebühren zum 1. 8. 2017, um die es im Vorfeld des Elternabend schon zahlreiche, zum Teil emotionale Diskussionen gegeben hatte.

Gleich zu Beginn erläuterte Bürgermeister Georg die Zahlen, die hinter dieser Erhöhung stehen. „537.116,05€ beträgt die Deckungslücke, die die Gemeinde 2016 für die beiden Kindergärten zu finanzieren hatte, nach Abzug der Zuschüsse und der Elternbeiträge!“ so der Bürgermeister. Ein besonderes Ärgernis für einige Eltern der jetzigen Vorschulkinder war insbesondere die Tatsache, dass sie im Gegensatz zu den bisherigen Vorschulkindern 60 € bezahlen sollen, zumal es auch immer wieder heißt: das letzte Kindergartenjahr ist kostenlos (Bambiniprogramm). Auch da konnte Timo Georg klarstellen: “Bambiniprogramm bedeutet, dass die Gemeinde für jedes Kind 100 € erhält, der Rest muss über die Gebühren und von der Gemeinde finanziert werden“. Er wies auch noch einmal darauf hin, dass trotz der Erhöhung, die Schwalmtaler Gebühren zu den niedrigsten im Umkreis gehören.

Auch die Vertreter des Kirchenvorstand machten deutlich, dass diesem die Erhöhung nicht leicht gefallen ist sei , da aber die Gemeinde den Hauptteil der Unkosten zu zahlen habe und es außerdem seit vielen Jahren üblich gewesen sei, dass in beiden Schwalmtaler Kindergärten die gleiche Gebühr erhoben wird, habe er sie sich der Forderung des Gemeinderates angeschlossen. Tullius-Tomášek und Richtberg betonten aber: “Aus finanziellen Gründen soll kein Kind unserer Kita nicht an den Nachmittagsangeboten im „Haus der kleinen Füße“ teilnehmen können, wenden sie sich an uns.“

In der anschließenden Diskussion wurde nun von einigen Eltern die Forderung gestellt, dass das Vorschulangebot am Dienstagnachmittag auf den Vormittag zu verlegen ist oder, dass es die Möglichkeit geben sollte, einzelne Stunden/Tage dazukaufen zu können.

Hiltrud Georg zeigte daraufhin in einer Präsentation, dass die Hauptvorschularbeit im Kindergartenalltag von Anfang an stattfindet, da dort spielerisch die Kompetenzen der Kinder gefördert werden. Daniela Schlosser zeigte auf, welche zusätzlichen Angebote es am Vormittag für die zukünftigen Schulkinder gibt.

Dann wurden die Nachmittagsangebote vorgestellt, die, laut der Erzieherinnen, entstanden sind, um den Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden, und um den Kindergartennachmittag attraktiv zu gestalten.

Olga Krotow beschrieb die Aktivitäten und Ziele der Montagsturner, Ute Günter die Planungen für den Wackelzahnnachmittag, Jutta Hartmann-Sauer die Inhalte der musikalischen Früherziehung und Nicole Wolff das neue Projekt: Ohrenspitzer, das darauf abzielt „gutes Zuhören“, Konzentration und Sprache zu fördern.

„Man geht davon aus, dass Kinder im Vorschulalter sich noch nicht spezialisieren, sondern diese Zeit zur Orientierung und Stärkung der Grundkompetenzen nutzen. Dies ist mit unseren Nachmittagsangeboten kompetent, wohnortnah, niederschwellig und kostengünstig möglich. Es kann jedoch nur wahrgenommen werden, wenn Eltern ihr Kind ganztags anmelden“, so die stellvertretende Leiterin.

Nach einigen weiteren Diskussionsbeiträgen konnte ein Vorschlag für einen versöhnlichen Abschluss der Debatte gefunden werden: die Förderung der Vorschulkinder soll zukünftig nicht mehr Wackelzahnnachmittag genannt werden, sondern einen eigenen Namen erhalten, um damit zu verdeutlichen, dass es ein zusätzliches Angebot ist.

Abschließend für den 1. Teil des Abends bedankten sich die Erzieherinnen bei dem Elternbeirat 2016/2017 Katrin Hildebrand, Carina Schneider, Anne Wenzl, Natassja Kraus, Melanie Bohn und Benjamin Merschrod für die gute Zusammenarbeit und die Unterstützung um dann in den drei Gruppen den Elternbeirat 2017/2018 zu wählen.

Folgende Elternvertreter wurden gewählt:

Pinguingruppe:
Katrin Hildebrand, Ines Görig / Bianca Gundrum

Bärengruppe:
Marie Kümmel, Gina Stehr

Krippengruppe:
Anne Wenzl, Melanie Bohn

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Dank an den "alten" Elternbeirat 2016/2017


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