27. Januar 2019 - Gemeindevertretung Schwalmtal

Quelle: OZ Alsfeld 26.01.2019

In Schwalmtal sind Wasser und Kitas die Kostentreiber

HERGERSDORF - "Es ist selten in den vergangenen Jahren vorgekommen, dass so viel Einigkeit herrscht", betonte der Vorsitzende der Gemeindevertretung Dieter Boss am Dienstagabend in Hergersdorf, nachdem der Haushalt 2019 in wenigen Minuten einstimmig verabschiedet worden war. "Schon im zweiten Jahr in Folge stimmen wir dem Haushalt zu.

Das ist ein gutes Zeichen für den Gemeindevorstand und den Bürgermeister", hob der SPD-Fraktionsvorsitzende Harald Nahrgang in seiner Haushaltsrede hervor. Sein einziger Kritikpunkt sei, dass die Nitratwerte im Brauerschwender Brunnen nach wie vor zu hoch seien. Daher müsse der Anschluss des Dorfes an den Vadenröder Brunnen schneller vorangetrieben werden. Im Anschluss an die Sitzung erläuterte Schwalmtals Bürgermeister Timo Georg (parteilos) gegenüber unserer Zeitung, dass der Anschluss über Hergersdorf für das Jahr 2020 vorgesehen sei. In diesem Jahr werde zunächst Hopfgarten über den Hachberg an den Vadenröder Brunnen angeschlossen.

Der Vorsitzende der Bürgerliste Michael Schlosser stellte in seiner Haushaltsrede die Investitionen voran. Bereits in den vergangenen Jahren sei vieles auf den Weg gebracht und einige Maßnahmen bereits abgeschlossen worden. In diesem Jahr könnten erneut 90 0 00 Euro investiert werden, wovon 550 000 Euro durch Fördergelder gedeckt seien. Dabei seien die Investitionen in das Wassernetz einer der größten Posten. Bei den Dorfgemeinschaftshäusern gebe es eine Unterdeckung von 100 000 Euro. Jedoch seien sie wichtig für die Geselligkeit und das Miteinander in der Gemeinde und sollten daher weiterhin betrieben werden. Erfreulich sei, dass die im Jahr 2018 eingeführte Schuldenbremse auch umgesetzt werden konnte und die Schulden leicht reduziert werden könnten. Die größte Unterdeckung im Haushalt sei nach wie vor der Bereich Kindergarten mit 600 000 Euro. Daher wäre eine bessere Unterstützung durch das Land bei der Kinderbetreuung wünschenswert. "Nicht nur die Kindergärten müssen vom Land besser gefördert werden, sondern auch die Straßenbeiträge", forderte Nahrgang. "Der Haushalt ist perspektivisch für die kommenden Jahre gut aufgestellt", betonte Schlosser abschließend und lobte die handelnden Personen.

Volle Kitas

Ein noch nicht behandeltes Thema ist der volle Kindergarten Pusteblume in Brauerschwend. Georg berichtete aus der Arbeit des Gemeindevorstandes, dass mehrere Kinder künftig ins "Haus der kleinen Füße" nach Storndorf müssten. Daher sollten die Gemeindevertreter in der kommenden Sitzung entscheiden, ob es für eine Familie aus Rainrod zumutbar ist, ihr Kind nach Storndorf in die Kita zu schicken. Die Alternative wäre Geld in die Hand zu nehmen und den Kindergarten in Brauerschwend zu erweitern.

Arthur Koch (Bürgerliste) wollte wissen, ob der Transfer nach Storndorf für die Eltern kostenlos sei? Den Fahrdienst leiste die Gemeinde unentgeltlich, informierte daraufhin Georg. Im Moment werde bereits ein Kind und ab Februar ein zweites nach Storndorf gefahren. Nahrgang betonte in diesem Zusammenhang, dass im Haushalt 50 000 Euro für eine mögliche Erweiterung in Brauerschwend zurückgestellt wurden.


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