16. März 2019 - Gemeindevertretung Schwalmtal

Quelle: OZ Alsfeld 16.03.2019

Die Wetterau Schwalmtals

wetterau von schwalmtal

Diese Fläche an der B 254 zwischen Brauerschwend und Reuters bleibt Ackerland. Ein Solarpark darf nicht errichtet werden. Foto: Dickel

STORNDORF - Einstimmige Absage der Gemeinde Schwalmtal an die Energiegenossenschaft Vogelsberg: Der Bau einer mehren Hektar großen Fotovoltaik-Anlage in der Gemarkung Hergersdorf, die bis an die Bundesstraße 254 zwischen Reuters und Brauerschwend herangereicht hätte, kommt nicht zustande.

"Der Hauptausschuss empfiehlt der Gemeinde Schwalmtal, den vorgelegten Bauantrag abzulehnen", informierte der Hauptausschussvorsitzende Artur Koch die Gemeindevertreter, die im Anschluss der Empfehlung folgten. Der Fraktionsvorsitzende der Bürgerliste Michael begründete die Entscheidung damit, dass die vorgesehene Fläche nicht der passende Standort sei. Es handele sich dabei um bestes Ackerland. "Umgangssprachlich ist das die Wetterau Schwalmtals, dort sind keine Steine vorzufinden", führte Schlosser aus. Darüber hinaus sei es heutzutage nicht mehr ohne Weiteres möglich, Grünflächen in Ackerland umzubrechen. Außerdem handele es sich bei dieser Fläche um keine Vorbehaltsfläche.

Ein weiterer Punkt sei, dass dort laut Informationen der Jagdgenossen intensiver Wildwechsel stattfinde, der beeinträchtigt werden könnte. "Wir sind nicht gegen die Energiegewinnung durch Fotovoltaik. Aber uns ist es wichtig, dass der Standort passen muss", sagte Schlosser. Daher sollten zum Bau von Fotovoltaikanlagen sogenannten benachteiligte Flächen genutzt werden. Damit seien Flächen gemeint, die schwer zu bewirtschaften seien, wie etwa in Hanglage oder schlechten Böden. Das stehe im Einklang mit den Planungen des Landes Hessens, das Ähnliches als Vorrangflächen ausweise. Für die SPD argumentierte Barbara Flarup. "Wir sind sehr für Erneuerbare Energien. Aber wir sind auch der Ansicht, dass wir nicht genügend gutes Ackerland in der Gemeinde haben", betonte Flarup. Außerdem gebe es kaum Flächen in dieser Größe. Mehrere Landwirte hätten gegenüber der SPD die außergewöhnlich gute Bodenqualität auf dieser Fläche bestätigt. Lediglich ein Argument spreche für die Errichtung der Anlage an dieser Stelle. Weil es sich um ein Wasserschutzgebiet handele, würde es durch die nicht Bewirtschaftung keine Einträge mehr in den Boden geben. Das reiche aber für eine Zustimmung nicht aus.


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