6. März 2021 - Gemeindevertretung Schwalmtal

Quelle: OZ Alsfeld 06.03.2021 - Von Christian Dickel

Putzfassade statt Blechcontainer für Brauerschwender Kita

Entgegen der einvernehmlichen Empfehlung des Hauptausschusses haben die Schwalmtaler Gemeindevertreter am Donnerstagabend im Dorfgemeinschaftshaus in Storndorf einstimmig entschieden. Der Kita-Anbau bekommt Putz.

SCHWALMTAL - Entgegen der einvernehmlichen Empfehlung des Hauptausschusses haben die Schwalmtaler Gemeindevertreter am Donnerstagabend im Dorfgemeinschaftshaus in Storndorf einstimmig entschieden: Der Auftrag für rund 215 000 Euro für den Kita-Anbau in Brauerschwend wird an die Firma E. Rent Raumsystem aus Hörstel vergeben. Dafür wird das neue Gebäude verputzt und nach Möglichkeit an den Bestandsbau angeglichen.

Zuvor hatte der Hauptausschuss-Vorsitzende Artur Koch über die Beschlussempfehlung für ein anderes Unternehmen berichtet. Bürgermeister Timo Georg (parteilos) erläutert zunächst den ungewöhnlich anmutenden Vorgang. Im Nachgang zur Ausschusssitzung seien Stimmen laut geworden, die angeregt hätten, eine Putzfassade auszuwählen. Im Ausschuss sei jedoch über das wirtschaftlichste Angebot einer Containerlösung mit Wellblech beraten worden. Auf die Anregung hin seien die Angebote mit Putzfassade verwaltungsintern geprüft und nachgerechnet worden. "Deshalb liegen heute zwei Vorschläge zur Abstimmung vor. Bei einer Putzfassade würde es aber zu einer Bieterumkehr kommen", informierte Georg und beantragte eine Beratung.
SPD-Fraktionsvorsitzender Harald Nahrgang meinte, dass ein Bau mit Blech ein gewisses Barackenklima habe und er sich daher für Putz entscheide, obwohl er sich noch nicht mit seiner Fraktion habe abstimmen können. Er gab zu bedenken, dass er die Farbe weiß allerdings für ungünstig halte. Artur Koch (Bürgerliste) fügte an, dass sich seine Fraktion unmittelbar vor der Sitzung kurz abgesprochen habe. "Wir sind auch der Meinung, mit Außenputz zu arbeiten", gab er zu Protokoll. Auch die Bürgerliste sei zu dem Entschluss gekommen, dass es nicht schön sei "einen Blechcontainer aufzustellen". Putz biete zudem die Möglichkeit, den Bau farblich an das Bestandsgebäude anzupassen. Außerdem wäre bei Putz eine Anpassung an das bestehende Gebäude möglich. Diesen Wunsch ließ Georg mit in das Protokoll aufnehmen. Somit kann nun nach vielen Monaten des Wartens auf den Förderbescheid zügig mit dem Bau für dringend benötigte weitere Kita-Gruppe begonnen werden.

Kita-Beiträge

Der nächste Tagesordnungspunkt drehte sich ebenfalls um die Kita. Diesmal jedoch um die Beiträge und die komplizierte Abrechnung, während die Einrichtung im Januar und Februar coronabedingt eingeschränkt geöffnet hatte. Wie schon für den Monat Januar beschlossen, werden Beiträge nur für Kinder erhoben, die die Einrichtung auch besucht haben. Außerdem müsse für die anwesenden Kinder weniger gezahlt werden, weil die Öffnungszeiten aufgrund der strikten Trennung von Gruppen hätten eingeschränkt werden müssen. Darüber hinaus würden Beiträge nach der mehr oder weniger regulären Wiedereröffnung in der letzten Februarwoche anteilig erhoben. Im Anschluss erläuterte Georg das aufwendige Abrechnungsmodell, das in der Software nicht vorgesehen sei und informierte über eine praktikable Lösung für die Verwaltung. Als einziger Gemeindevertreter ergriff der Fraktionsvorsitzende der Bürgerliste Michael Schlosser das Wort: "Mit den Ergänzungen des Bürgermeisters ist das die richtige Vorgehensweise für Eltern und Verwaltung." Auch diese Abstimmung erfolgte einstimmig.


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