11.  Oktober 2010 - Oldtimerfreunde 

Quelle: OZ, Alsfeld

Das große Treffen der „Schätze" aus alten Zeiten

„Oldtimerfreunde Storndorf' luden zum „Oktoberfest"

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STORNDORF (mp). Bodenständige Geselligkeit und Nostalgie pur konnte man gestern (Sonntag, 10.10.2010) beim diesjährigen Oktoberfest der „Oldtimerfreunde Storndorf' erleben. Dieselgespräche bei „Blitz und Donner", in diesem Fall keine Wetterkapriolen, sondern eine muntere Blaskapelle aus Brauerschwend machten gute Laune, Viele Besucher quer durch alle Generationen genossen einen strahlenden Herbstsonntag, Haxen, Leberkäs', Kaffee und selbst gebackenen Kuchen. Mitten zwischen ausgestellten blinkenden und glänzenden Oldtimern konnte man sich wohl fühlen. In erster Linie Unimogs und Bulldogs, die so manchem das Herz höher schlagen ließen, vom Deutz bis zum Ferguson.

Der eine oder andere war mit seinem Besitzer persönlich angereist, darunter zwei rote Hanomags aus Grebenhain, ein kleiner Schlepper aus Lauterbach, einer aus Elbenrod. Markus Stein hatte ein besonderes Paar vor Ort chauffiert: Gekommen war er von Schotten-Rudings-hain mit seinem 40 Jahre alten 150 PS SchlüterTVL1500.

Auf dem Anhänger der blank geputzte stolze kleine Oldie- Bruder, ein 13 PS Schlüter ASL 130 - der kleinste, der je gebaut wurde. Hans Kurz und Dieter Achenbach, zwei Mitglieder der Oldtimerfreunde Schwalmtal, begutachteten den guten alten Henschel-LKW in moosgrün und chassis-rot, 150 PS.

Spontan fiel ihnen die dazugehörige Anekdote wieder ein: Wie der ehemalige Storndorfer Besitzer eines Tages diesen Lkw in einem Brennessel-Gestrüpp eines kleinen Vogelsbergdorfes entdeckte.

Beim näheren Hinschauen hatte der junge Mann damals auf dem Sitz einen Lieferschein seines Vaters entdeckt. Zurückgekauft wurde der brave Henschel, an der Seilwinde aus seinem „Versteck" herausgezogen und er tat das, wofür er bekannt war: Ohne zu mucken sprang er sofort an. Über zwei Jahre wurde er mit viel Liebe akribisch restauriert. Wieder einmal war er beim Oktoberfest wie die anderen Oldtimer ein besonderer Anziehungspunkt, der alte Lastwagen mit dem sichtbaren 100 Liter Dieseltank, mit dem Original-Schild „Güternahverkehr Standort Storndorf'.