14. November 2016 - Ortsgeschehen

Mit offenen Augen durch das Dorf

Zugegeben, bei uns in Storndorf gibt es keinen Eiffelturm, kein Schloss oder gar ein UNESCO-Welterbe. Aber wenn man einmal genauer hinsieht, dann entdeckt man viele kleine "Sehenswürdigkeiten", die an dieser Stelle in unregelmäßiger Folge präsentiert werden sollen.

Heute: Drei Kreuze

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Meist geht man achtlos an ihnen vorbei, an den drei großen Kreuzen am Rande des Storndorfer Friedhofes. Gut sichtbar ragen sie dort am Rande einer Steinmauer in den Himmel. Wenn man sich die Zeit nimmt, den kleinen Platz näher zu betrachten, fällt gleich das Ehrenmal für die gefallen Soldaten des 1. Weltkrieges auf. Auf ihm sind 33 Namen gefallener und 4 Namen vermisster Storndorfer Männer zu lesen.

Auf der Steinmauer entdeckt man dann noch Tafeln mit den 63 Namen, Geburts- und Sterbedaten der Männer, die im 2. Weltkrieg gestorben sind.
Hier kann man sehen, wie jung die Soldaten waren, als sie in den Krieg ziehen mussten. Ihr Leben war schon zu Ende, bevor es richtig losgehen konnte. Man kann nur ahnen was für ein Unglück das für ein Dorf war, wenn 63 Männer fehlen. Und wahrscheinlich können wir heute nicht mehr ermessen, wie viel Leid dies für die Kinder, die Frauen, die Mütter und Väter gebracht hat.

Viele der Namen sind auch heute noch in Storndorf geläufig; persönlich kennen diese „gefallenen"Soldaten - was ein verharmlosender Begriff -  allerdings immer weniger Menschen im Dorf. Trotzdem ist es wichtig, an sie zu erinnern und daran, dass auch in unserer Zeit jeden Tag Menschen im Krieg sterben.

Ob diese drei Kreuze und das Ehrenmal künstlerisch einen Wert haben, kann ich nicht beurteilen. Für den Betrachter ist es jedoch auf jeden Fall sehenswert, ein Denk-mal. Eine Einladung darüber nachzudenken, wie schlimm und sinnlos Krieg ist.

PS:
Das Ehrenmal für die Gefallenen des 1. und 2. Weltkrieges wurde 1960 errichtet und am Volkstrauertag unter großer Anteilnahme der Storndorfer Bevölkerung eingeweiht. Bis 1960 stand das Denkmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges direkt vor der Kirche (beim Treppenaufgang).

Wer sich näher über die Einweihung informieren möchte, findet Bilder und Texte in der Broschüre, die anlässlich des Schuljubiläums im Jahre 2010 vom Kulturverein herausgegeben wurde. Die Broschüre kann zu einem Preis von 2 Euro käuflich erworben werden.

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