07. April 2015 - Blick zurück / Vortrag bei den Landfrauen

Quelle: OZ Alsfeld, 28. März 1995

Plastische Chirurgie bietet in vielen Fällen eine neue Perspektive

Referat von Fachärztin über Operationen der weiblichen Brust bei Landfrauen Storndorf

STORNDORF (bj). Zu Gast bei den Landfrauen Storndorf-Vadenrod war die Fachärztin für plastische Chirurgie Dr. Pless aus Schlitz. Sie referierierte unter Mitverwendung von Dias über die Chirurgie der weiblichen Brust.

Es gebe viele Gründe, die eine Operation an der weiblichen Brust erforderlich machen könnten, zum einen die zu klein oder zu groß ausgebildeten Brustdrüsen oder sogar verschieden starke oder durch Entfernung fehlende Brüste der Frau. Viele Frauen würden deshalb an starken psychischen Problemen leiden. Stark ausgebildete Brustdrüsen könnten zu Rückenschmerzen führen und Haltungsschäden hervorrufen. Die plastische Chirurgie ermögliche in diesen Fällen eine neue Perspektive. Bei zu kleinen Brüsten könnten unter den Brustmuskel Implantate gesetzt werden. Bei der zu großen Brust werde bei der Operation Drüsengewebe entfernt.

Für die Rekonstruierung der weiblichen Brust gebe es verschiedene Möglichkeiten, so die Ärztin. Am meisten werde für die Rekonstruktion Silikon-Implantat verwendet. Alternativ hierzu stehe eine mit Kochsalz gefüllte oder eine Expander-Prothese zur Auswahl. Bei der Expander-Prothese werde der Kern des Silikonkissens nach und nach mit Kochsalzlösung aufgefüllt und somit eine langsame Dehnung des Brustmuskels erreicht.

Von ungefähr zwei bis fünf Prozent der Patientinnen würden diese Implantate nicht vertragen. Es komme dann zu einer sogenannten Kapselfibrose, bei der die Brust eine kugelige Form annehme. Zur Rekonstruktion könne man auch Muskelgewebe aus dem Rücken oder Fett- und Muskelmasse aus dem Bauch entnehmen. Bei dieser Operation bestehe eine hohe Komplikationsrate, da die blutversorgenden Gefäße unter mikroskopischer Sicht an die Gefäße des Armes angefügt werden müßten.

Die Chirurgin erklärte, daß mittlerweile die Behauptung, ausgelaufene Silikonmasse könne Krebs oder Rheuma erzeugen, durch eine weltweite Studie widerlegt sei. Die Qualität der Implantate habe sich weitgehend verbessert. Das Silikon sei derzeit so zähflüssig, daß es zum Beispiel bei einer Durchstechung der Prothesenhaut nicht herauslaufen könne. Bei all diesen Operationen blieben lediglich kaum sichtbare Narben zurück.

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